Wollläuse bekämpfen
Aussehen, Schadbild und was gegen sie hilft
Haben Sie an Ihren Pflanzen Wollläuse entdeckt, ist schnelles Handeln nötig. Die kleinen Schädlinge beeinträchtigen die Gesundheit betroffener Gewächse gleich dreifach (inwiefern erfahren Sie unter „Schadbild und Folgen“) und können sich rasch vermehren. Je früher Sie einschreiten, desto besser!
Wir zeigen Ihnen, wie Sie Wollläuse erkennen und natürlich bekämpfen. Außerdem erfahren Sie, wie Sie einem Befall vorbeugen können und welches Schadbild die Winzlinge verursachen.
Wollläuse erfolgreich mit diesen Nützlingen bekämpfen
Wollläuse an Orchideen: Warum passiert das so oft?
Ein häufiges Opfer der Schmierläuse ist die Orchidee. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Pflege dieser Gewächse nicht einfach ist. Die Antwort auf die Frage „Woher kommen Wollläuse?“, muss zudem oftmals damit beantwortet werden, dass sie auf neuen Orchideen in das Haus gebracht werden. Achten Sie deshalb nicht nur auf den Kauf gesunder und unbefallener Pflanzen, sondern düngen und pflegen Sie Ihre Orchidee fachgerecht.
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Kontrolle neuer Pflanzen
Häufig treten Wollläuse bei Orchideen und anderen Gewächsen nicht erst im Garten oder Haus neu auf. Sie beim Kauf unbewusst als blinde Passagiere einzuschleusen, ist schnell geschehen. Untersuchen Sie aus diesem Grund jede Pflanze sorgfältig und begutachten Sie vor allem verstecktere Stellen, da auch eine augenscheinlich gesunde Pflanze betroffen sein kann.
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Helle Standorte wählen
Um widerstandsfähig zu bleiben, benötigen alle Pflanzen ausreichend Licht. Stellen Sie sie daher an Plätzen auf, die nicht zu dunkel sind.
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Nicht zu viel Stickstoff geben
Insbesondere im Winter kann eine zu hohe Stickstoffgabe den Befall mit Schmierläusen begünstigen. Das Gewebe der Pflanze weicht dadurch auf und stellt somit ein leichtes Opfer dar.
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Gutes Klima schaffen
In trockener und warmer Luft läuft die Wolllaus zur Hochform auf. Vermeiden Sie deswegen zu starkes Heizen in Innenräumen und achten Sie auf ausreichend Luftfeuchtigkeit. Regelmäßiges Lüften senkt die Raumtemperatur und sorgt für einen gesunden Luftaustausch.
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Fachgerechte Pflanzenpflege durchführen
Jede Pflanze benötigt ein auf sie zugeschnittenes Pflegeprogramm. Zu viel oder zu wenig Wasser, Zugluft und mangelhaftes Substrat schwächen sie und machen sie so anfälliger für Schädlinge aller Art. Am besten ist es, wenn Sie einen soliden Pflegeplan erstellen, dem Sie im Alltag folgen können.
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Düngen mit natürlichen Mitteln
Eine starke Pflanze kann sich besser gegen Eindringlinge wehren. Präventive Mittel gegen Wollläuse können Sie unkompliziert selbst herstellen. In beiden Fällen sind die Jauchen fertig, wenn sich keine Blasen mehr bilden. Die Gärzeit kann daher auch länger als beschrieben ausfallen.
Tipp:
Möchten Sie sichergehen, dass die neue Erde frei von Schädlingen ist, können Sie diese bei 200 Grad Celsius für 20 Minuten in den Backofen oder für fünf Minuten in die Mikrowelle geben. Dadurch werden vorhandene Eier und -larven, aber auch gute Mikroorganismen zerstört. Die Methode gilt daher als umstritten unter Gartenfreunden.
1. Florfliegenlarven
Florfliegenlarven im zweiten und dritten Stadium fressen Schmierläuse. Bevor Sie sie ausbringen, sollten Sie rund sechs Wochen lang auf die Nutzung von Chemikalien verzichtet haben.
Mit Florfliegenlarven Wollläuse bekämpfen – So geht’s: Bringen Sie die Larven entsprechend der Anleitung aus und vermeiden Sie diese überzudosieren. Sonst kann es zu Kannibalismus kommen und die Schädlinge bleiben weiter unbehelligt. Bei der Anwendung von Florfliegenlarven ist es wichtig, diese zu wiederholen, da diese nur etwa zehn bis 14 Tage lang fressen und sich im Anschluss verpuppen.
2. Australischer Marienkäfer und dessen Larven
Der Australische Marienkäfer und seine Larven tun sich bereitwillig gütlich an Wollläusen und deren Eiern. Der Einsatz sollte ab einer Umgebungstemperatur von 20 Grad Celsius erfolgen. Platzieren Sie erwachsene Käfer bei geschlossenem Fenster auf der Pflanze und schließen Sie die Tür. So wandern die Nützlinge nicht ab. Marienkäfer gegen Wollläuse einzusetzen lohnt sich nur in Innenräumen.
Ein adulter Australischer Marienkäfer lebt etwa 50 Tage lang. Um Schmierläuse zu beseitigen, müssen die Tiere selbstverständlich lebendig bleiben. Durch das Besprühen der Pflanze mit Wasser gewährleisten Sie, dass stets genügend Flüssigkeit zur Verfügung steht.
3. Schlupfwespen
Eine besondere Schlupfwespengattung, nämlich Leptomastix dactylopii, hat ausschließlich Schmierläuse zum Fressen gern. Schlupfwespen gegen Wollläuse setzen Sie ähnlich wie auch Marienkäfer ein. Es ist möglich, beide Nützlinge parallel auf den Pflanzen zu platzieren, um den Effekt zu vergrößern.
Müssen Sie Wollläuse im Garten bekämpfen, eignet sich die Schlupfwespe kaum: Sie benötigt mit rund 24 Grad Celsius eine recht warme Umgebung. In Innenräumen erweist sich das monophage Tier hingegen als sehr nützlich. Es befällt Nachkommen im dritten Nymphenstadium und stoppt so die Weiterentwicklung.
Wichtig:
Bei der Anwendung von Nützlingen ist es essenziell, dass diese im frühen Befallsstadium eingesetzt werden. Dann haben die Insekten eine Chance, sowohl dem oberflächlichen Befall als auch dem der Wurzeln zu begegnen. Später allerdings wird das schwer.
Unter Hobbygärtnern und im Netz kursieren weitere Tipps zur Bekämpfung. So sollen auch Teebaumöl, Knoblauch, Essig oder Nikotin gegen Wollläuse helfen. Diese Mittel sind aber wenig erprobt, weswegen Sie sich besser auf die bereits genannten sieben konzentrieren sollten.